Ingrid Grischtschenko
Stv. Verbandsvorsitzende
Planungsausschuss
Leinfelden-Echterdingen
Landkreis Esslingen
Wohnort: Leinfelden-Echterdingen
Weiteres Ehrenamt: Stadträtin
Beruf: Dipl.-Geographin
Seit 1994 RR in der Regionalversammlung
Gibt es für Dich einen Lieblingsplatz in der Region? Welcher und warum?
Der Bahnhof Stuttgart-Vaihingen ist ein super Knotenpunkt. Hier gibt es Züge nach Böblingen, in die Schweiz und über die Panoramabahn in den Stuttgarter Kessel. Die Sanierung und Nutzung dieser Strecke bringt allen Fahrgästen etwas. Sogar Erholungsuchende können von hier aus in die Nähe schweifen und müssen nicht an den Flughafen – was auch möglich ist.
Was hat Dich motiviert sich politisch für die Region zu engagieren?
Der Schutz der Freiflächen. Im Regionalplan haben die Freiflächen ein eigenes Planungskapitel. Hier wird nicht mühsam zusammengefügt, was Siedlungsplanung und Trassenplanung übriglassen, sondern die Grünzüge und Grünzäsuren bilden ein grünes Netz. Es muss zwar ab und zu repariert werden, aber es trägt. Radwege entlang von Wasserläufen bilden oft die Grundstruktur.
Was gehört für Dich zu einem guten Leben?
Die Aussicht darauf, dass mehr Menschen gut leben können. Und dass wir nicht mehr auf Kosten der Umwelt und des Klimas leben. Dass wir die Erdölvorkommen im Boden lassen und die Waschmaschinen anwerfen, wenn die Sonne auf die PV-Anlage scheint.
Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du Dir für die Region Stuttgart wünschen?
Eine eigene Nahverkehrsgesellschaft. Sie koordiniert Bahnen und Busse und hält das Karussell am Laufen. Sie erspart uns aufwändige Ausschreibungsverfahren und fügt den Erfahrungsschatz des Verkehrsverbunds und den der Regionalverwaltung idealerweise zusammen.
Was sind für dich die Vorteile, dass es neben Kommunen, Landkreisen und Land noch die Regionen in Baden-Württemberg gibt.
Nur auf dieser Zwischenebene kann man Flächen für Erneuerbare Energien finden, gute Böden für die regionale Landwirtschaft vorhalten und Wohnen und Gewerbe bevorzugt an Schienenstrecken entwickeln. Die Region kann andere Formen der Interkommunalen Zusammenarbeit ersetzen, zum Beispiel die Zweckverbände zum Hochwasserschutz. Auch beim Landschaftspark werden seit 25 Jahren Projekte eher bezuschusst, wenn sie über die Gemarkungsgrenze hinausgehen und Rathäuser sie gemeinsam beantragen
