Absolute Transparenz – Fahrgäste stehen an erster Stelle!
In der heutigen gemeinsamen Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart und des Stuttgarter Gemeinderats wurde deutlich: Die Fahrgäste müssen bei allen weiteren Entscheidungen rund um Stuttgart 21 an erster Stelle stehen. Angesichts der erneut verkündeten massiven Verzögerung – die Inbetriebnahme soll nun voraussichtlich erst im Dezember 2031 erfolgen – ist klar, dass die Region und ihre Fahrgäste nicht noch einmal jahrelange Einschränkungen hinnehmen können.
Die beiden Gremien haben heute zentrale grüne Forderungen aufgegriffen: die Sicherung der Panoramabahn sowie die Verkürzung der Wege vom heutigen Hauptbahnhof zu den neuen Gleisen. Damit wird ein deutliches Signal gesetzt, dass die Interessen der Fahrgäste im Mittelpunkt stehen müssen. Jetzt ist die Deutsche Bahn gefordert, ihre erneuten Zusagen zum Fortgang der Baustelle einzuhalten.
„Seit fünf Jahren ist die S-Bahn durch Baustellen, Zugausfälle und mangelnde Pünktlichkeit beeinträchtigt. Das kann aus regionsgrüner Sicht nicht einfach um weitere fünf Jahre verlängert werden“, betont André Reichel, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Regionalfraktion.
Auch die Bedeutung kürzerer Wege wurde heute unterstrichen. Philipp Buchholz, stellvertretender Sprecher der Grünen im Verkehrsausschuss der Region, erklärt: „Die abermalige Verschiebung von S21 verdeutlicht die Bedeutung unseres Antrags zur Verkürzung der Wege. Der direkte Übergang – die sogenannte Kartoffel – von der S-Bahn zu den Ferngleisen ist möglich. Die Bahn muss jetzt das Tor dafür öffnen.“
Zudem muss der Zugang zu den Gleisen des Rumpfbahnhofs kurzfristig über den Bonatzbau und die neue Bahnhofshalle gewährleistet werden. Unnötig lange Wege und zusätzliche Belastungen für die Fahrgäste darf es nicht mehr geben. Ebenso muss die Baustellenplanung auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden – eine Wiederholung der massiven Einschränkungen der vergangenen Jahre ist ausgeschlossen. Für die Fahrgäste gilt: Keine weiteren Streckensperrungen. Keine zusätzlichen Belastungen. Maximale Transparenz.
„Wir erwarten von der Deutschen Bahn maximale Transparenz. Der Revisionsbericht oder mindestens eine Zusammenfassung davon muss uns und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden“, fordert Michael Lateier, (Foto) Sprecher der Grünen im Verkehrsausschuss der Region:
Die Regionsgrünen erwarten außerdem, die Einführung des digitalen Zugleitsystems ETCS bei der S-Bahn vorzuziehen, um endlich mehr Betriebsstabilität zu erreichen. Dazu erklärt Michael Lateier, „Die DB muss nun endlich die baulichen Voraussetzungen schaffen, damit die neue S-Bahnhaltestelle Mittnachtstraße ohne Unterbrechung der Panoramabahn genutzt werden kann.“ Parallel dazu sei die Panoramabahn instand zu halten und zu betreiben, bis ein tragfähiges Konzept des Landes vorliegt. Die Planungen für ihre Verlängerung bis Bad Cannstatt sollen entschlossen vorangetrieben werden.
Die Region Stuttgart braucht jetzt Entscheidungen, die Mobilität ermöglichen – nicht weitere Verzögerungen. Die Fahrgäste haben Anspruch auf ein verlässliches, leistungsfähiges und zukunftsfähiges S-Bahn-Netz.
